Nachhaltigkeit & Umweltschutz: Heute für ein starkes Morgen

Das Geben im Einklang mit dem Nehmen

Dieser Gedanke bringt die Idee der Nachhaltigkeit sehr gut auf den Punkt. Auch wenn der Begriff „Nachhaltigkeit“ vielerorts inflationär oder gar missbräuchlich verwendet wird, sind wir uns bei PREFA unserer Verantwortung gegenüber unseren Mitmenschen und unserer Umwelt äußerst bewusst.

Es gibt viele Standards, Normen und Methoden, die versuchen, einen entsprechenden Nachweis zu liefern. Doch was bedeutet nachhaltiges Wirtschaften, Produzieren und Agieren eigentlich? Mit dieser Frage haben auch wir uns beschäftigt.

Aluminium Recyclinganteil 87 %

Wieso nur einmal nützen, wenn es immer wieder verwertet werden kann?
Wussten Sie, dass die Dach-Kleinformate von PREFA einen Recyclinganteil von bemerkenswerten 86,6 % aufweisen? Bei allen Produkten zusammen, also inklusive PREFABOND ® und PREFALZ, entspricht der Anteil von recyceltem Aluminium 77 %.

Recycling-Symbol bestehend aus 3 ineinandergreifenden Pfeilen - symbolisiert den PREFA Aluminium Recyclinganteil

Abfallbilanz: 89 % gehen zurück an den Start

Sogar unser Müll ist wertvoll, darum wird er im Nu wiederverwendet.
PREFA darf über eine sehr gute Abfallbilanz berichten: 51 % gehen ins Recycling, 38 % in die stoffliche Verwertung, 5 % werden thermisch genutzt und 6 % werden über eine Abfallbehandlungsanlage entsorgt. Somit fließen beachtliche 89 % der entsorgten Materialien in die Kreislaufwirtschaft zurück.

stilisierter Blätterkreis, der die PREFA-Aluminiumabfallbilanz symbolisiert

Eingesetzter Strom aus 100 % erneuerbarer Energie

Seit 2020 kommt der eingesetzte Strom bei der Produktion zu 100 % aus erneuerbarer Energie, also aus Wasser-, Wind- und Sonnenkraft sowie Biomasse.

Stilisiertes Bild mit Windrädern, Sonne und Wasser zur Darstellung von Ökostrom

Treibhausgas-Emissionen bei 3,36 kg CO2Äq/kg

Bei den Treibhausgas-Emissionen erzielt PREFA einen Wert von 3,36 kg CO2Äq/kg.

Der richtige Umgang mit Werkstoffen: Lebenszyklus der PREFA Produkte

Durch geeignete Materialkreisläufe können Ressourcen mehrfach genutzt und der Einsatz von Primärrohstoffen reduziert werden.
Die ökologische Bewertung eines Werkstoffs hängt unter anderem von Rohstoffgewinnung, Verarbeitung, Nutzungsdauer und Recyclingmöglichkeiten ab.

Technischer Lebenszyklus von Aluminium Produkten bei PREFA: technische Rohstoffe, Produktion, Produkt, Verwendung, Sammlung, Demontage

Technischer Zyklus

Wie entsteht PREFA Aluminium: Der Baustoff Aluminium lässt sich individuell anpassen und nahezu überall einsetzen.

Aluminium ist das am häufigsten vorkommende Metall in der Erdkruste. Aufgrund der Eigenschaft, sich mit anderen Elementen zu verbinden, war es für die damalige Zeit schwer, reines Aluminium zu gewinnen. Erst 1827 gelang es dem deutschen Chemiker Friedrich Wöhler, dieses Aluminium in Pulverform herzustellen. Zu diesem Zeitpunkt war der Preis von Aluminium höher als der von Gold. Aluminium lässt sich individuell anpassen und nahezu überall einsetzen: als Element und Unterkonstruktion für Fassaden-, Dach- und Wandsysteme, als Brücken- und Tragkonstruktion, als Material für Türen, Tore und Fenster, ja sogar bei der Gestaltung von Innenräumen. Aluminium ist fest, flexibel, widerstandsfähig, haltbar, formstabil und leicht.

Icon für Vorteile

1. Gießen, Formen, Legieren

Das in sogenannten Aluminiumhütten erzeugte Aluminium wird in Barren gegossen und anschließend von den Walzwerken in Form gebracht. Durch Zulegierung diverser Metalle und Mineralien können die gewünschten Eigenschaften des Aluminiums erzielt werden.

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2. Coil Coating Verfahren

Um unsere Produkte wetterbeständig zu halten und über die Jahre hinweg eine optisch ansprechende Oberfläche zu gewährleisten, werden unsere Produkte mit einem hochwertigem HDP-Lacksystem versehen. Der Lack wird im sogenannten Coil Coating-Verfahren aufgebracht.

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3. Recycling

Das bandbeschichtete Aluminium wird durch Recycling von Aluminiumschrott mit unterschiedlichen Mengen je nach Legierung und Qualität hergestellt: Metall wird direkt in Warmband gegossen, wodurch der energieintensive Prozess des Vorwärmens und Warmwalzens der Barren vermieden wird.

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4. Kaltwalzen und Glühen

Heiße Coils werden schließlich durch Kaltwalzen und Glühen in Kammeröfen auf die Enddicke verarbeitet, um die gewünschten mechanischen Eigenschaften des Aluminiums vor dem Lackieren zu erreichen.

Produktion von Primäraluminium

Die Produktion von Primäraluminium ist sehr aufwendig. Neben der Verbrennung des Rohmaterials ist eine hohe Menge elektrischer Energie für die Schmelzflusselektrolyse notwendig, welche schließlich das metallische Aluminium erzeugt. Die Erzeugung dieser elektrischen Energie macht aktuell zwei Drittel der ausgestoßenen CO2-Emissionen bei der Aluminiumproduktion aktuell im globalen Durchschnitt aus. Dies kann nur durch Verbesserung der Energieeffizienz dieser Anlagen sowie CO2-neutraler Stromerzeugung (z.B. Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen) verringert werden.

Fertigung in Österreich und Deutschland: Für ein Komplettsystem mit über 5.000 Produkten

Bei unseren Entwicklungen stehen unter anderem Maßnahmen zur Ressourceneffizienz, Emissionsreduzierung und Optimierung der Produktionswege im Fokus. Hierzu zählen auch unsere neuen Standorte in St.Pölten, sowie das Lager in St. Georgen. 

Unsere Produktionsstandorte liegen in Marktl (Niederösterreich), St. Pölten (Niederösterreich) und Wasungen (Thüringen). Dort liegen wir zentral für unsere Lieferanten in Spanien, Deutschland, Niederlande und Italien sowie unseren Kunden in ganz Europa. Durchschnittlich 1.377 km legen unsere Produkte vom Vorlieferanten bis zu unseren Endkunden zurück. Dies entspricht 155 g CO2Äq/kg PREFA Aluminiumprodukte.

Grafik zum PREFA Transport: 57 % Tonnenkilometer Transport Vormaterial, 35 % Tonnenkilometer Transport zum Kunden, 8 % Tonnenkilometer Transport intern PREFA

Die Wahl des richtigen Verpackungsmaterials

Verpackungen sind notwendig, um Produkte unbeschadet und in der gewünschten Qualität liefern zu können. Kunststoff hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem häufig verwendeten Verpackungsmittel entwickelt. Doch Plastikberge auf Deponien und Plastikinseln in den Meeren und Ozeanen zeigen deutlich, dass der Einsatz von Plastik ohne funktionierendes Kreislaufsystem langfristig unserer Umwelt nur schadet.

Auch deswegen werden unsererseits an das Verpackungsmaterial ebenso hohe Ansprüche gestellt wie an unsere Produkte. 

Die Verpackungsmittel, welche vom Lieferanten angebracht werden und an unseren Produktionsstandorten als Abfälle anfallen, werden weitestgehend optimiert. So wird aktuell mit unseren Hauptlieferanten ein Palettensystem aufgebaut. Dadurch sollen etliche Tonnen an Altholz entfallen. Das Altholz, welches dennoch anfällt wird einem Produzenten geliefert, der aus alten, großteils defekten Paletten neue Pressspanplatten, Holzpellets oder andere Produkte herstellt.

Verpackungsmittel, welche in unseren Produktionen angebracht werden, fallen in der Regel beim Kunden als Abfall an. Daher wird darauf geachtet, einen hohen Anteil an stofflich verwertbaren Verpackungen, wie etwa Holz und Karton oder Papier zu verwenden. Kunststoffhaltige Verpackungsmittel machen etwa 10 % des jährlich eingesetzten Verpackungsgewichts aus.

Grafik zu den Anteilen der Verpackungsmittel der PREFA, 54 % Karton, 32 % Holz, 6 % Kunststoffe, 4 % Alutape, 4 % PE-Folie, 0% Schaumstoffteile, 0% Etiketten, Anteile in kg gerechnet

Die Dekarbonisierung¹ der Industrie

Nach wie vor wird viel Energie bei der Produktion unserer täglichen Gebrauchsgüter benötigt. Gerade wenn es darum geht, Aggregatzustände zu verändern, oder Materialien auf besonders hohe Temperaturen zu bringen, um gewisse Eigenschaften zu formen, ist thermische Energie notwendig. Diese wird großteils durch Erdgas geliefert. Erdgas ist nur schwer dekarbonisierbar. Solange dieses in den Produktionen notwendig ist, können diese nicht zur Gänze, ohne Kompensationszahlungen, dekarbonisiert werden. Daher ist es notwendig, sich frühzeitig damit zu beschäftigen, Produktionsprozesse zu elektrifizieren.

¹ Chemisch-physikalische Behandlungsanlage für gefährliche Abfälle

Grafik zur PREFA Abfallenstorgung, Anteile: 51 % Recycling, 38 % Stoffliche Verwertung, 6 % CP-Anlage, 5 % Thermische Verwertung

40 Jahre Garantie auf Material und Farbe: Langlebigkeit der Einsatzmaterialien

Zum Schutz der Dächer und für ein optimales Aussehen sind unsere Produkte mit einem besonderen Lack versehen.
Zuerst sind diese Lacke flüssig. Hier sind Bindemittel, Vernetzer und andere wertvolle Additive vermengt und gut gemischt, um letztlich in der Bandbeschichtung beim Einbrennprozess möglichst schnell auszuhärten. Beim Einbrennprozess werden die im Flüssiglack enthaltenen Lösungsmittel thermisch behandelt. Dadurch werden VOC-Emissionen (flüchtige organische Verbindungen, die sich bei Raumtemperatur auflösen) des fertig beschichteten Produkts in der Nutzungsphase minimiert. Zusätzlich wird noch die anfallende Abwärme sinnvoll in den Prozess rückgeführt und wieder genutzt. Der Wasserverbrauch wird durch kontinuierliches Rezirkulieren in den verschiedenen Produktionsstufen minimiert.

Nur mit technischen „High-End-Lacken“ ist ein langes, einheitliches Erscheinungsbild möglich. 

Nahaufnahme der PREFA Dachplatte R.16 mit Schneestoppern, Dachrinne und Ablaufrohr in Schwarz P.10 inkl. Blitzschutz und einer senkrechten Holzfassade. Die robusten PREFA Aluminiumprodukte schmücken das Satteldach eines Einfamilienhauses in Lustenau, Vorarlberg.

Abschwemmung von Schwermetallen

Viele Metalle in der Bauindustrie sind keine reinen Elemente. Sie benötigen diverse Legierungsstoffe, um die gewünschten Eigenschaften zu erzeugen. Unter den meisten Bedingungen sind diese Legierungen stabil. Doch durch saure oder alkalische Witterungseinflüsse werden Oberflächen beschädigt und einzelne Atome aus den Metallen geschwemmt. Gerade Dach-, Fassaden-und Entwässerungssysteme sind diesen Witterungsbedingungen laufend ausgesetzt. Werden hier Legierungen oder Materialien eingesetzt, die nicht gegen Abschwemmung von Schwermetallen und anderen Umwelttoxinen geschützt sind, so kann dies schnell zur akkumulierenden Belastung des umgebenden Bodens, des Trinkwassers oder der Vegetation führen.

(Studie „Abschwemmung von Metallflächen und Eintrag ins Grundwasser“ vom Bundesamt für Umwelt, Rapperswil, 26.03.2019; Studie „Metalle und Umwelt, Verhalten von Blechen gegenüber Umwelteinflüssen“, Dr Markus Faller, Bern, 14.03.2007: Belastung von Böden durch Schwermetalle und Umweltgifte, Toxine, die im Boden sind, können ausgeschwemmt werden und gelangen entweder über das Grundwasser in unseren Kreislauf oder über Pflanzen, welche auch als Lebensmittel oder Futter für Nutztiere verwendet werden.)

Aufteilung CO2-Emissionen

Recycling von 1 Tonne Aluminium bedeutet 4 Tonnen weniger Bauxit und bis zu 9 Tonnen weniger CO2-Emissionen. Durch den Einsatz von Sekundäraluminium unserer Lieferanten kann für unser Vormaterial ein CO2-Faktor von 4,48 kg CO2-Ausstoß/kg Vormaterial berechnet werden (23 % Primäraluminium).

Grafik zur Aufteilung der CO2 Emissionen bei PREFA: 90,4 % Vormaterial Aluminium, 4,91 % Vormaterial PREFA , 4,70 % Andere (Transport, Produktion)

Mehrfach recycelbar: Aluminium im Materialkreislauf: Recycling

Der Werkstoff Aluminium eignet sich fürs Recycling besonders gut. 

Aluminium wird in den unterschiedlichsten Legierungen verwendet. Diese unterscheiden sich durch die verwendeten Zusatzstoffe wie etwa Magnesium oder Kupfer, wodurch das Produkt unterschiedliche Eigenschaften wie etwa in Härte, Widerstandsfähigkeit, Biegsamkeit ausbildet.

Schrotte werden daher möglichst „sortenrein“ gesammelt und getrennt, um einerseits die verwendete Legierung zu kennen und diese beibehalten zu können, aber auch andererseits, um beim Aufbereiten weniger Legierungsstoffe zu benötigen. Dadurch wird sowohl die Umweltbelastung durch die Metallgewinnung als auch durch die Legierungsstoffe reduziert.  

Aufnahme bei Dämmerung der Polyvalente Kapellen mit der PREFA Wandraute 44 × 44 in Mayagold